Liebe Mitglieder und Freund*innen von BOP&P,

tadaaa! Hier ist sie endlich - die zweite Ausgabe unseres Vereinsmagazins WELTENwandel.

Nachdem wir viel positives Feedback und ein paar kritisch-konstruktive Anmerkungen für unsere erste Ausgabe erhalten haben (danke!), haben unsere Autor*innen im letzten halben Jahr wieder fleißig an neuen Texten gearbeitet und Fotos und Zeichnungen für dieses Magazin angefertigt.

Herausgekommen sind einige politische Texte, ein Psychiatrie-Märchen, persönliche Erfahrungsberichte über das Psychiatrie-System, Ratschläge und viiiiiele Gedichte. Die meisten unserer Autor*innen möchten dieses Mal anonym bleiben und haben deshalb ihre Beiträge unter Pseudonym veröffentlicht. Diesen Wünschen sind wir gefolgt: Immer noch werden Menschen mit psychiatrischen Diagnosen nicht vollständig in die Gesellschaft integriert, sondern werden in der Familie, im Freundeskreis oder im Job ausgegrenzt und oft auch stigmatisiert. Daraus resultiert eine gewisse Vorsicht bis hin zur Angst, hier als Autor*in erkannt zu werden, weshalb wir Klarnamen nicht zur Pflicht gemacht haben. Es ist wichtig, Psychiatrie-Betroffenen und -Erfahrenen eine Stimme zu geben und sie für sich selbst sprechen zu lassen. Unser WELTENwandel bietet genau diesen Stimmen Raum.


Wir haben uns wieder für die *-Schreibweise entschieden. Damit möchten wir alle Geschlechter inklusiv ansprechen. Wir sehen Menschen nicht binär als Mann oder Frau und sehen auch keine „Störung der Geschlechtsidentität“, wie es im noch aktuellen Krankheitsmanual ICD-10 unter dem Code F 64.- heißt.

Mit dieser Ausgabe wollen wir allen Menschen Mut machen, selbstbestimmt zu leben – egal, ob mit oder ohne psychiatrischer Diagnose. Viel Vergnügen bei der Lektüre.

Martina Gauder
Redaktionsleiter*in