Diese Broschüre wurde gemeinsam erarbeitet von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP), dem Angehörigen Verband psychisch Kranker - Landesverband Berlin e.V. (ApK), der Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie in Berlin (BIP) und der Berliner Organisation Psychiatrie-Erfahrener und Psychiatrie-Betroffener e.V. (BOP&P)

Vorwort der Redaktionsgruppe

Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es die Rechtliche Betreuung, die an Stelle der Vormundschaft für Erwachsene getreten ist. Die Rechtliche Betreuung ist nicht als Entmündigung, sondern als Unterstützung der betreuten Personen gedacht. Das Selbstbestimmungsrecht soll geachtet, die Wünsche der Betreuten möglichst umgesetzt werden.

In der Praxis kommt es dennoch immer wieder zu Unklarheiten und Konflikten zwischen den Betreuten, ihren Angehörigen und den Rechtlichen BetreuerInnen. Dabei hat sich gezeigt, dass es oft an Aufklärung über die Aufgaben, Ziele, den Umfang und Ablauf einer Rechtlichen Betreuung mangelt.

 

Typische Fragen, die häufig gestellt werden, sind etwa: Wie kann ich eine Rechtliche Betreuung einrichten lassen? Was bedeuten die Aufgabenkreise der Betreuung?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Verfahrens- und RechtspflegerIn? Wie kann ich die Betreuung wieder loswerden, wenn ich unzufrieden bin? Aus fehlendem Wissen können falsche Erwartungen entstehen. Zugleich können Betreute und Angehörige ihre Rechte nicht effektiv einfordern, wenn ihnen die entsprechenden Informationen fehlen.

Wir haben versucht in dieser Broschüre die wichtigsten Informationen möglichst verständlich zusammenzustellen. Um die eigenen Interessen wirkungsvoll vertreten zu können, ist es jedoch wichtig, sich auch auf rechtliche Grundlagen beziehen zu können. Deswegen haben wir einige Vorschriften und Gesetzeszitate in Form von Anmerkungen am Ende des Textes hinzugefügt. Diese sind leider zum Teil schwer verständlich und zu ihrer Erläuterung kann eine rechtliche Beratung sinnvoll sein.

Um dem in Gesetzestexten üblichen Sprachgebrauch ein Gegengewicht zu verleihen, haben wir uns entschieden, den Text in der weiblichen Form zu verfassen. Wann immer es sprachlich möglich ist, haben wir versucht, durch die Verwendung von Großbuchstaben darauf hinzuweisen, dass unsere Darstellungen sich natürlich nicht nur auf Frauen, sondern auch auf Männer beziehen.

Quelle: Zitat aus der Broschüre, Seite 3

Die Broschüre kann HIER kostenlos heruntergeladen werden. (Dateigröße 743 KB im pdf-Format)