Noch muss jede*r von uns mit dem Risiko des psychiatrischen Freiheitsentzugs leben. So sieht es unser Rechtssystem vor. Daher rät BOP&P e.V., grundsätzlich eine Patientenverfügung für den etwaigen Fall der Psychiatrisierung aufzusetzen – und zwar im sogenannten Zustand der nicht angezweifelten Vernunft und Normalität. Ihrem Willen entsprechend können Sie Angaben zu Zwangsbehandlungen, Betreuungspersonen und dergleichen mehr festhalten. Doch Muster für Patientenverfügungen gibt es viele, für welche soll man sich entscheiden?

Wir empfehlen die Psychosoziale Patientenverfügung, einer von Peter Lehmann jüngst weiterentwickelten Version des Psychiatrischen Testaments von 1987.

Warum? 

Die Psychosoziale Patientenverfügung eignet sich sowohl zur eigenständigen Verwendung für Personen, die eine Verfügung nur für den psychosozialen Bereich verfassen wollen, als auch zur Ergänzung herkömmlicher Vorausverfügungen. Letztgenannte sind meist auf irreversible Hirnschädigungen und den Sterbeprozess ausgerichtet und sparen Verfügungen für den psychosozialen Bereich komplett aus – übrigens: auch die Verabreichung von Psychopharmaka in Alten- und Pflegeheimen wird dabei oft nicht berücksichtigt. 

Link zur Psychosozialen Patientenverfügung (Teil 1 und 2) vom 20. Dezember 2015:  http://www.antipsychiatrieverlag.de/info/pt/psychpav.htm